Konzept zur Sprachförderung vor der Einschulung

Sprachförderung vor der Einschulung findet in Zweier- oder Dreiergruppen in den Räumen der Schule statt. Es handelt sich hierbei an unserer Schule nicht unbedingt um Kinder aus anderen Ländern, sondern eher um allgemein sprachauffällige Kinder deutscher Herkunft. Oftmals sind diese Kinder mit Plattdeutsch als Muttersprache aufgewachsen oder sind im Elternhaus wenig sprachlich gefördert worden. Diese Kinder gehören auch in die Sprachförderung vor der Einschulung.

Da wir Kinder aus drei verschiedenen Kindergärten zu unseren Schülern zählen, ist es einfacher, sie in der Schule zu sammeln als sie in den verschiedenen Einrichtungen zu besuchen. In kleinen Gruppen haben die Kinder eher die Gelegenheit, auch miteinander zu sprechen und so beide Ebenen in der Kommunikation zu erfahren, die mit Erwachsenen (Lehrern) und die mit Kindern. Im Miteinander mit Gleichaltrigen legen sie auch schneller ihre Hemmungen ab.

Ab dem Schuljahr 2012/2013 arbeiten wir mit dem neuen Fördermaterial „Das Plauderhaus“. Nach der Diagnose bei den Sprachstandstellungen werden die Bereiche ausgemacht, in denen die Kinder Defizite haben. „Das Plauderhaus“ greift diese Bereiche in allen vier Quartalen des Förderjahres auf immer höheren Niveaustufen auf.

Gearbeitet wird mit folgenden Schwerpunkten:

Kommunikation:
Regeln lernen über Bildkarten, zuhören,melden, nicht dazwischen reden,  Blickkontakt herstellen

Phonologie:
Aufbau phonologischer Bewusstheit, Silben segmentieren, gleiche Laute hören, Reime bilden, ähnlich klingende Laute unterscheiden

Grammatik:
Sprachrhythmus und Betonung, Bildung vollständiger Sätze, richtige Verwendung der Artikel, Pluralbildung bei Nomen, Erfragen von Satzteilen, Unterscheiden von Wortarten und ihrer Funktion, Aufteilen von Verben mit Vorsilben (Ich mache … auf), Subjekt-Verb-Kongruenz, zusammengesetzte Nomen, Gebrauch von Possessivpronomen

Sprachverständnis:
Erfassen der Syntax, Vernetzung von Sätzen, Einbeziehen von Kontextinformationen, Herstellen von Verbindungen, Rückschlüsse und Zusammenhänge

auditive Wahrnehmung: 
Unterscheidung von Nutzschall und Störschall, Heraushören von Schlüsselwörtern, Bewusstmachen der Rhythmisierung von Sprache

Artikulation:
Kiefer-, Lippen-, Zungen-, Blas- und Saugübungen um die Werkzeuge des Sprechvorganges zu stärken und zu schulen

Stimmbildung:
Ton, Stärke, Modulation und Tempo, Schutz vor übermäßigem Strapazieren der Stimme

Wortschatz:
Erweiterung des aktiven und passiven Wortschatzes um dem Kind vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten zu ermöglichen

GK 18.07.2012