Blütenkunst am Himmelfahrtstag

Eine fast in Vergessenheit geratene Tradition ist das Brautpfadlegen am Himmelfahrtsmorgen. Der Ursprung des Brauches liegt in einer Geschichte vom Tod eines fürstlichen Brautpaares. Der Sage nach hat einst eine Braut aus dem ostfriesischen Fürstenhaus ihren wahren Bräutigam erwartet. Kinder sollen damals den Weg, auf dem der Bräutigam einziehen sollte, mit Blumen ausgelegt haben. Da geschah das Unfassbare, der verschmähte Nebenbuhler tötete den Bräutigam aus dem Hinterhalt. Die Braut, so heißt es, sei aus Kummer gestorben, so dass die Blumen statt den Weg zur kirchlichen Hochzeit den ihres Trauerzuges zierten.
Seit jener Zeit also legen die jungen Leute am Himmelfahrtstag ihre „Brautpfade“ zur Erinnerung an diese tragische Begebenheit.

Auch im Jahr 2016 haben Schüler der Waldschule Berumerfehn „Brautpfade“ gelegt und waren mit großer Freude und Begeisterung dabei.

Traditionelle Motive sind :  Herz, Kreuz und Anker („Liebe, Glaube und Hoffnung“), doch seit einigen Jahren sind auch andere Motive sehr begehrt.